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Wertvolle Zukunftsinvestition

Erweiterungsbau der Kohlbrennerschule eingeweiht – Gesamtinvestition 4,3 Millionen Euro

Traunstein (awi). Mit einem Festakt wurde der Erweiterungsbau der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule am Montag mit vielen Gästen aus der Schulfamilie, der Kommunalpolitik, der Verwaltung und dem regionalen Schulwesen eingeweiht. 16 Monate wurde gebaut, die Stadt Traunstein hat in den gefördert Bau der Bildungseinrichtung rund 4,30 Millionen Euro investiert. Die staatlichen Zuschüsse liegen bei rund 1,7 Millionen Euro. Im Gebäude der angrenzenden städtischen Musikschule wurden eine neue Schulküche installiert und die bestehende alte Küche auf Vordermann gebracht. Weitere Räumlichkeiten wurden saniert.

Rektor Stefan Bauer sagte bei der Begrüßung: „Vielen Dank für den Erweiterungsbau. Die Franz-von-Kohlbrenner Mittelschule ist nun hervorragend ausgestattet.“

Wertvolle Zukunftsinvestition

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte in seinem Grußwort, dass es eine schöne Arbeit sei, Schulen für das 21. Jahrhundert fit zu machen. „Es wird immer normaler, dass Schüler sich den ganzen Tag in der Schule aufhalten und Kinder im Ganztagesbetrieb unterrichtet werden.“ Dazu gehöre auch ein entsprechendes Schulessen dazu. Er bedankte sich bei der Schulfamilie und dem Stadtrat für die Mittelbereitstellung. „Es ist eine Investition in die Zukunft, die es in jedem Fall wert ist.“ Schule sei ein „Lebensort“, dies könne in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten gut ausgelebt werden, sagte er an die anwesenden Schülern gerichtet. Anschließend übergab er einen aus Brezenteig gebackenen symbolischen Schlüssel an die Schüler.
Dem langjährigen Kohlbrenner-Rektor, Hubert Schmid, blieb es vorbehalten, die Festrede zu halten. „Schön wenn man das sieht, was man sich vorher nur vorstellen konnte.“ Es entspreche in etwa dem, was er sich vorgestellt habe. Er blickte zurück von der Idee bis zur Realisierung, die damit begonnen habe, dass die Stadtverwaltung mit der Idee auf die Leitung zugekommen sei, die Schulküche von der Ludwig-Thoma-Grundschule an seine Schule zu verlegen. Viele Probleme hätten das Projekt ins Stocken gebracht, letztlich habe man es in konstruktiver, „unheimlich guter Zusammenarbeit“ zwischen Schule, Stadtverwaltung, Stadtrat, Planern und ausführenden Firmen realisieren lassen. Er wünsche dem Haus, dass es angenommen wird, pfleglich behandelt werde und wünsche dem Haus und den Bewohnern alles Gute. „Das Äußere ist subjektiv, ich denke es gefällt und passt hier dazu.“

32 beteiligte Firmen, überwiegend aus dem Landkreis

Architekt Martin Eisenberger vom Projektverantwortlichen Planungsgruppe Strasser gab einige technische Details weiter. In 18 Monaten sei der Erweiterungsbau fertiggestellt worden. Rund 820 Quadratmeter Nettogrundfläche könnten nun neu genutzt werden, die gesamte Kubatur liegt bei 4.343 Kubikmeter. Es seien ein Aufenthaltsraum und ein Speisesaal mit 72 Plätzen, zwei Klassenzimmer, ein Gruppenraum und ein Werkraum mit Lager und Abstellräumen geschaffen worden. Der Baukörper passe gut in die städtebauliche Struktur der unmittelbaren Umgebung. Der Bau, der später mit einem weiteren Stockwerk aufgestockt werden könnte, ist durch einen Aufzug und Treppenlift barrierefrei und energetisch auf dem aktuellen Stand der Energieeinsparverordnung EnEV. 32 Firmen haben an dem Projekt gearbeitet, zwei Drittel kommen aus dem südostbayerischen Raum. „Wichtig ist, dass das Gebäude ankommt und ich denke das haben wir geschafft“ so Eisenberger.

Der evangelische Dekan Peter Bertram und der katholische Geistliche Eberhard Spörlein übernahmen den Teil der ökumenischen Segnung. Sie baten um den Segen Gottes für das Gebäude und alle, die in dem Gebäude ein und ausgehen. Ein gemeinsamer Gesang und gemeinsames Gebet sowie der Wunsch Salz und Licht für die Welt zu sein rundeten die Segnung ab.

Im Eingangsbereich des Neubaus bekam die Zeitblombe gefüllt mit aktuellen Gegenständen wie einer Zeitung oder verschiedene Münzen noch einen besonderen Platz.

Für den richtigen Ton bei der Einweihung sorgte die mit viel Applaus bedachte Instrumentalgruppe um Thomas Stadler und die singfreudige Percussionsgruppe um Martin Ritschl. Und auch das Theaterstück der Schüler unter der Leitung von Alexandra Ziegler wusste mit ihren kleinen „Schmutzteufeln“, die alle letztlich erfolglos studiert hätten, wie man ein Schulhaus ruiniert, ebenso zu begeistern wie der Sologesang der Schülerin Maria in dem mächtig arrangierten und in Finnischer Sprache gesungenen Lied. 

Dem Festakt folgte ein gemeinsamer Rundgang durch den Neubau zu den Küchen im neuen „Trakt D“, Stehempfang und Imbiss inklusive, bei dem die Küche gleich richtig ihre kleine Feuertaufe erfolgreich bestand.

Bilder:

Der Anbau des Anbaues an der Franz-von-Kohlbrenner Mittelschule wurde am Montag festlich eingeweiht. Oberbürgermeister Christian Kegel übergab symbolisch den Schlüssel für den neuen Trakt an eine Schülerin. Samya nahm den Schlüssel entgegen. 

Das Herzstück des Umbau- und Neubaues ist die neue Schulküche. Fachlehrerin Ursula Riedl hier bei letzten Anweisungen an die Schülerinnen  (von links) Christine, Theresa und Leoni.

Die Zeitblombe bekam im Eingangsbereich des Neubaus einen besonderen Platz. Im Bild Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts), der ehemalige Schulleiter Hubert Schmid (Mitte) sowie der aktuelle Schulleiter Stefan Bauer.